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Kriminelle Studentin darf nicht mehr zurück an die PH

Die Churerin Andrea N. muss ihren Traum vom Lehrberuf vorläufig begraben. Nicht nur, weil sie neun Monate ins Gefängnis muss.

Südostschweiz
Donnerstag, 12. Oktober 2017, 18:02 Uhr Neun Monate ins Gefängnis
Andrea N. darf hier nicht mehr studieren.

Die 49-jährige Churerin Andrea N. wurde anfang Oktober wegen mehrfacher Brandstiftung und mehrfachem Verursachen einer Explosion zu einer Gefängnisstrafe von neuen Monaten verurteilt. Das Zürcher Bezirksgericht zog sie für eine jahrelange Brandserie in Berlin zur Mitverantwortung. Pikant daran: bis im Sommer war die Frau als Studentin an der Pädagogischen Hochschule Graubünden in Chur eingeschrieben.

Gemeinsam mit Komplizen hatte die Churerin ab 2007 mehrere Brandsätze aus Benzin und Gasflaschen gebastelt und damit Autos, Wohnungen sowie Behördenstellen angegriffen. Bis zum Jahr 2010 sollen über ein halbes Duzend solcher Anschläge auf ihr Konto gegangen sein.

Vor Gericht erklärte Andrea N., dass sie damas geglaubt habe, damit etwas bewegen zu können. In Deutschland sprach man allerdings von «Terrorismus». 

Bereits vor diesen Aktionen sammelte N. fleissig Einträge im deutschen Strafregister. Ab 1989 kumulierten sich sage und schreibe 26 Straftaten. Unter anderem Diebstahl, Sachbeschädigungen, Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Verstoss gegen Waffen- und Versammlungsgesetze.

Keine PH mehr

Am 5. Oktober wurde nun die neunmonatige Gefängnisstrafe ausgesprochen. Dies sei aber nicht der Grund, weshalb sie an der Pädagogischen Hochschule Graubünden (PH) nicht mehr studieren dürfe, wie es auf Anfrage von TV Südostschweiz von Rektor Gian-Paolo Curcio hiess (siehe Beitrag oben). Sie sei im Laufe des Programms «auffälig geworden». Mehr könne er dazu aber nicht sagen. Auch wenn die Schule von ihren Studenten keinen Strafregisterauszug verlange, funktioniere das System, betonte Curcio weiter.

Quelle: Südostschweiz

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