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Baupanne: Seezugang bleibt blockiert

Diese Woche hätte der neue öffentliche Seezugang in Kempraten endlich aufgehen sollen. Doch eine Baupanne verzögert die Öffnung um eine weitere Woche.

Pascal
Büsser
Donnerstag, 14. Juni 2018, 04:30 Uhr Eine weitere Woche zu
Zumindest die Tafel mit den Regeln hängt schon.
PASCAL BÜSSER

Der Seezugang Gubel erlebt eine schwierige «Geburt». An sich hätte der erste öffentliche Seezugang in Kempraten bereits Anfang Jahr aufgehen sollen. Im April teilte die Stadt dann mit, dass es Anfang Juni werde. Diese Woche nervte sich eine Bewohnerin von Rapperswil- Jona auf Facebook, dass der Seezugang immer noch geschlossen ist.

Verweilen, nicht baden

An sich hätte er diese Woche aufgehen sollen, erklärt Bauchef Thomas Furrer auf Anfrage. Eine Medienmitteilung lag bereit. Doch am Mittwoch kam es beim Einsetzen des Eisentors durch einen Metallarbeiter zu einer Panne. Er beschädigte laut Furrer die Verankerung des Tors. Deshalb verzögert sich die Öffnung des Seezugangs nun um eine weitere Woche.

Das Metalltor war bereits einer der Gründe für die Verzögerung. Gemäss Furrer gab es Probleme mit den Lieferfristen. Aber auch verwaltungsinterne Gründe hätten zur verspäteten Öffnung beigetragen. Baustart war im August 2017. Die Bürgerversammlung hatte Ende 2016 einen Baukredit von 750 000 Franken bewilligt. Der teuerste Teil des Projekts ist die Renaturierung des Paradiesbaches, die der Kanton vorschrieb.

Nächste Woche soll es nun mit der Öffnung klappen. Die offizielle Einweihung ist laut Furrer Anfang Juli geplant. Gestern wurde zumindest schon einmal die Tafel aufgehängt, die auf die Regeln hinweist. Die Stadt musste den privaten Anstössern Zugeständnisse machen.

So wird der Seezugang von 22 bis 8 Uhr morgens abgeschlossen – mittels automatischem Schloss, wie Furrer erklärt. Zudem gilt Bade- und Einwasserungsverbot. Ebenso ist Feuer machen, Grillieren und Musik abspielen untersagt. Hunde müssen angeleint werden. «Es soll ein ruhiges Plätzchen zum Verweilen sein», erklärt Furrer.

Stadt hofft auf Vernunft

Die Stadt hofft, dass keine Patrouillen-Gänge durch die Polizei oder Securitas nötig werden, um das Reglement durchzusetzen. Den Unterhalt – wie das Leeren des Abfallkübels – übernimmt der Werkdienst. Die Stadt rechnet mit jährlichen Unterhaltskosten von 10 000 bis 15 000 Franken.

Eine schlechte Nachricht gibt es für Rollstuhlfahrer: Den Zugang zur Aussichtsplattform mit zwei Bänkli konnte man laut Furrer wegen des Gefälles im Gelände nicht hindernisfrei gestalten. Es hat im unteren Bereich total fünf Stufen.

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Die Bezeichnung "Bauchef Thomas Furrer " ist in der (Bau-)Stadt ein fester Wert für Pleiten Pech und Pannen. Im Grunde genommen einfach und lächerlich, wenn solche Faktoren nicht zu Lasten des Steuerzahlers gingen.