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Ein European-Tour-Sieger schlägt in Bad Ragaz ab

Der Österreicher Markus Brier lanciert an den Swiss Seniors Open in Bad Ragaz (6. bis 8. Juni) seine Ü50-Karriere.

Südostschweiz
Donnerstag, 17. Mai 2018, 14:56 Uhr Golf
Markus Brier gibt an den Swiss Seniors Open sein Debüt bei den Ü50-Professionals.
PRESSEBILD

Grosse Premiere am diesjährigen Swiss Seniors Open in Bad Ragaz: Am 6. Juli, einen Tag nach seinem 50. Geburtstag, gibt mit Markus Brier ein ehemaliger Sieger der European Tour sein Debüt auf der Staysure Toure (ehemals European Senior Tour).  Dies teilten die Turnierorganisatoren in einer Medienmitteilung mit. Der Österreicher war zwischen 2000 und 2012 auf höchstem europäischem Level aktiv. Auf der European Tour gewann er das BA-CA Golf Open in Österreich (2006) sowie 2007 bei der China Open.

Im Interview mit dem Veranstalter spricht Brier über seine Rückkehr ins Turnierleben.

Herr Brier, das Swiss Seniors Open 2018 wird Ihr erstes Turnier auf der Staysure Tour sein. Wie gross ist die Vorfreude?

Markus Brier: Sehr gross. Das Vorhaben Seniorentour läuft bei mir schon seit gut zwei Jahren, und je näher das erste Turnier rückt, desto grösser wird die Vorfreude bzw. Erwartung, dass es endlich losgeht.

Sie sind Österreicher und leben in Wien – kann das Turnier in der Ostschweiz für Sie dennoch als Heimturnier gelten?

Die Ostschweiz und Westösterreich sind Nachbarn, der Turnierort Bad Ragaz ist nicht weit von Vorarlberg entfernt. Ich hoffe einige Fans in der Umgebung von Bad Ragaz zu haben, die mich wieder einmal spielen sehen wollen. Dass mein erstes Turnier «fast um die Ecke» stattfindet, finde ich grossartig – in der Schweiz habe ich mich immer schon wohl gefühlt.

Mit welchen Erwartungen kommen Sie auf die Staysure Tour?

Das Wort «Erwartungen» habe ich schon lange aus meinem Wortschatz gestrichen. Aber ich habe Ziele. Ein solches sind Turniersiege, auch wenn ich diese vielleicht nicht gleich im ersten Jahr auf der Seniorentour erhoffen darf. Ein anderes Ziel ist eine gute Platzierung in der Order of Merit – sprich eine Top-5-Klassierung am Ende der Saison –, um Einladungen für die Majors bzw. für Turniere auf der US Champions Tour zu bekommen. Was mein erstes Turnier auf der Staysure Tour betrifft, so ist mein Ziel fürs Swiss Seniors Open das gleiche wie bei jedem anderen Turnier auch: möglichst viele gute Schläge machen, dann ergibt sich das Resultat von selbst.

Sie haben sicher bereits einiges über das Swiss Seniors Open gehört. Worauf freuen Sie sich am meisten, bzw. worauf sind Sie am meisten gespannt?

Den Platz kenne ich leider noch nicht, habe aber schon gehört, dass er meinem Spiel entgegenkommen soll. Er soll eng, tricky und nicht allzu lang sein – und die klimatischen Verhältnisse dürften ähnlich sein wie in Österreich. Ich freue mich auf Bad Ragaz, es wird bestimmt schön und lustig, alte Freunde wiederzusehen. Das Aufregendste aber ist die Spannung, endlich wieder bei einem «richtigen» Turnier mitzuspielen.

Das Swiss Seniors Open wird erstmals in neuem Format als Alliance-ProAm gespielt. Wie sehen Sie als Tourspieler dieses Format?

Das Format finde ich gut, weil es dadurch im Flight ein bisschen lockerer zugeht. Für die Amateure ist das natürlich eine riesige Chance, einmal mit Topprofis zu spielen; und wenn sie es nicht zu ernst nehmen, können sie es auch geniessen. Auf der European Tour gibt es ähnliche Events, die waren immer sehr angenehm zu spielen und mit guten Amateuren besetzt.

Die Schweiz ist für Sie ein gutes Pflaster. 1994 haben Sie die Swiss Amateur Open gewonnen, 2013 den Show-Event Zurich Open, ein ProAm notabene. Liegen Ihnen solche ProAms?

Wie gesagt, ich fühle mich immer wohl in der Schweiz. Die Zurich Open war ein tolles Event und die Amateure wirklich sehr gut. Das gleiche gilt für die Rolex-Trophy, die ich auf der Challenge Tour gespielt habe – auch in Genf war die Einstellung der Amateure immer toll.

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