×

An dieser Leistung war auch eine Prättigauer Firma beteiligt

Nach fünfjähriger Bauzeit ist am Donnerstag der erste Wagen der neuen Stoosbahn auf die Schienen gehievt worden. Mit der steilsten Standseilbahn der Welt sollen ab Dezember 1500 Personen pro Stunde transportiert werden können. Auch eine Bündner Firma war daran beteiligt.

Südostschweiz
Donnerstag, 12. Oktober 2017, 17:19 Uhr Steilste Standseilbahn der Welt
Neue Technologie am Stoos: Der erste Wagen der Standseilbahn ist auf die Schienen gesetzt worden - die Bahn fährt dereinst von 562 auf 1306 Meter über Meer.
Neue Technologie am Stoos: Der erste Wagen der Standseilbahn ist auf die Schienen gesetzt worden - die Bahn fährt dereinst von 562 auf 1306 Meter über Meer.
KEYSTONE/URS FLUEELER

Ein Pneukran hob den 28 Tonnen schweren Wagen mit vier Abteilen bei der neuen Talstation auf die Brücke über den Fluss Muota. Der zweite Wagen befindet sich noch in Küssnacht, er wird am Montag auf die Schiene gebracht, wie ein Sprecher der Stoosbahnen auf Anfrage sagte. Am 16. und 17. Dezember nimmt die Bahn ihren Betrieb auf.

Das Projekt kostet 52 Millionen Franken. In einen Wagen passen 136 Personen. Die klassische Standseilbahn mit zwei Wagen, die sich in der Mitte kreuzen, weist eine Neigung von bis zu 110 Prozent auf. Zum Vergleich: Die maximale Steigung der Zahnradbahn am Pilatus beträgt 48 Prozent.

Bei der Stoosbahn stehen die Passagiere durch den automatischen Niveauausgleich immer waagrecht. Die Bergstation befindet sich mitten im Skigebiet.

Zwei Jahre Verzögerung

Die Realisierung der Standseilbahn liegt über zwei Jahre hinter dem Zeitplan. Der Spatenstich erfolgte 2012. Um nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten, wurden zuletzt mehr Arbeiter eingesetzt.

Grund für die Verzögerung waren einerseits die anspruchsvollen Bedingungen im Steilhang mit drei Tunnels. Anderseits sei die Zusammenarbeit der involvierten Unternehmen eine Herausforderung. Für zusätzliche Probleme sorgte der Un- und Ausfall einer Materialseilbahn. An deren Stelle kamen Helikopter zum Einsatz.

An den Arbeiten war auch eine Prättigauer Baufirma beteiligt, wie der Beitrag von TV Südostschweiz vom 27. September zeigt:

Diesen Artikel teilen

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben